Die blaue Holzbiene


Die Blaue Holzbiene ist unter weiteren Namen bekannt: Violette Holzbiene, Grosse Holzbiene oder Gemeine Holzbiene.  Sie gehört zur Insektenordnung der Hautflügler, die durch vier durchsichtige Flügel gekennzeichnet sind. Mit einer Länge von fast 3 cm gilt die Blaue Holzbiene als die grösste heimische Bienenart.
Wegen ihres hummelartigen Körperbaus wird sie meist für eine Hummel gehalten. Im Unterschied zu Hummeln sind die Flügel der Holzbiene aber nicht klar und durchscheinend, sondern weisen eine blauschwarze Färbung auf. Bei bestimmtem Lichteinfall schillern die Flügel bläulich. Der Körper ist schwarz gefärbt und behaart. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum.
Blaue Holzbienen können zwar stechen, sie tun dies aber nur, wenn man sie belästigt oder unabsichtlich behelligt. Gegenüber Menschen ist Xylocopa violacea nicht angriffslustig.
Verbreitung und Lebensraum
Gefährdung und Schutz
Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa. Im deutschsprachigen Raum ist die Blaue Holzbiene nur an wärmeren Stellen anzutreffen. Sie breitet sich seit einigen Jahren aufgrund der Klimaverwärmung nach Norden aus. In der Schweiz kommt die Holzbiene ausschliesslich in niedrigen Lagen vor. 
Lebensraum sind Obstwiesen, Hausgärten, Parkanlagen oder Waldränder, also lichte, sonnenexponierte Orte. Die Holzbiene benötigt warme Biotope mit viel trockenem Totholz, in das sie ihre Niströhren nagen kann. Idealer Ersatz-Brutort sind Konstruktionen aus Holzpfählen oder Balken, wie man sie in Hausgärten oder auf Spielplätzen findet.

Lebensweise

Die Flugzeit der frisch geschlüpften Holzbienen beginnt etwa Anfang August und dauert bis in den Herbst. Beide Geschlechter überwintern als erwachsene Biene (Imago) an geschützter Stelle, z.B. in Holzgängen, Mauerspalten oder in selbst gegrabenen Erdlöchern. Die Überwinterung endet etwa im April. Bei warmem Wetter kann man die Holzbienen bereits im März beobachten. Die überwinterten Blauen Holzbienen leben dann meist bis in den Juni hinein.

Holzbienen leben allein. Die Geschlechter treffen sich nur zur Paarung. Nach der Begattung im Frühling nagt das Holzbienen-Weibchen mit seinen kräftig ausgeprägten Beisswerkzeugen bis 30 cm lange Nistgänge in totes, sonnenbeschienenes Holz. Xylocopa violacea ist standortstreu und nistet meist in dem Holz, in dem sie selber geschlüpft ist. Im Laufe der Zeit wird das Totholz dadurch völlig durchbohrt. Bei der Wahl ihres Brutsubstrats macht die Blaue Holzbiene keinen Unterschied zwischen natürlichem Totholz oder alten Balken. Sie kann deshalb zum Ärgernis werden, wenn sie ihre 1,5 cm dicken Löcher in altes Fachwerk an Häusern und Gartenanlagen bohrt.
Die Blaue Holzbiene ist eine gewandte und schnelle Fliegerin, die auch grosse Entfernungen zurücklegen kann. Dabei orientiert sie sich mit ihrem gut entwickelten Sehsinn. Die Imagines ernähren sich von Pollen und Nektar, vor allem von Schmetterlingsblütlern, Korbblütlern und Lippenblütlern.

Gefährdung und Schutz

Xylocopa violacea gilt in der Schweiz als gefährdet. Der Grund dafür ist hauptsächlich die Vernichtung geeigneter Nistplätze in sonnigen Lagen: Immer noch wird Totholzin der Waldwirtschaft, in Parks und Gärten aus übermässigem Ordnungssinn weggeräumt. Lange Zeit betrachtete der Mensch tote Bäume als unnütz, die man bestenfalls noch als Brennholz verwerten konnte.
Quelle: https://www.wsl.ch/totholz/artenportraits/holzbiene_DE


Grössenvergleich mit der Honigbiene.
Es ist nicht so einfach dieses quirlige Insekt mit dem Fotoapparat einzufangen. Habe fast zwei Jahre gewartet, bis es einmal passte. Ein richtig glücklicher Moment :))))))

Tschüss und bis bald
Barbara


Verlinkt mit der Gartenparty von Loretta und Wolfang

Kommentare

  1. Hallo Barbara, die kenne ich, die hatte ich neulich auf dem Balkon und habe sie fotografiert und sie
    war schon 2 Jahren auf meiner Wiese, da habe ich auch einen Post drüber geschrieben. Letztes Jahr habe ich keine gesehen, dieses Jahr scheint sie wohl wieder verstärkt zu kommen.
    Lieben Gruß Eva, die dir einen schönen ABend wüscht.
    Wir sind 75 Kilometer geradelt, ich bin totmüde.

    Lieben Gruß Eva

    AntwortenLöschen
  2. Wau, woher weißt Du das? Schönes Foto?

    AntwortenLöschen
  3. wow
    das ist ja wirklich ein Brummer ;)
    so eine ahbe ich noch nie gesehen
    tolle Aufnahmen

    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Barbara,
    danke für die schönen Aufnahmen, ich habe noch nie eine Holzbiene bei uns im Garten gesichtet. Nunja, noch ist Norddeutschland vielleicht zu kalt? Dabei hätte ich eine Wohnmöglichkeit für sie. Wir haben einen Fachwerkbalken senkrecht im Vorgarten aufstellen lassen. Daran soll mal die Wegeleuchte befestigt werden, gegen eine Zusatzbesiedelung mit Holzbienen spricht nichts.
    Viele Grüße
    Karen

    AntwortenLöschen
  5. Hallo liebe Barbera,
    wie spannend, wir haben oft besuch von der Holzbiene in unserem Garten. Jetzt weiß ich auch warum, Totholz und Holzstämme gibt es bei uns genug. Ich freue mich immer über die großen, lauten Brummer aber mit der Kamera einfangen konnte ich sie bisher noch nicht, ein paar mal hab ich es schon versucht aber sie sind zu schnell, zu wendig für mich was deine Hintergrund Informationen ja nur bestätigen.
    Danke für die wirklich spannenden Infos ich habe mal wieder was dazu gelernt :)
    Ganz liebe Grüße Saskia

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Barbara,
    sehr schöne Fotos hast du von den Holzbienen gemacht. In diesem Jahr konnte ich sie bei uns in der Weide beobachten. Ihre blauen Flügel schimmern wunderschön in der Sonne.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Für einen lieben Kommentar danke ich euch von Herzen.

Beliebte Posts